Dråm
"dråm" - 2006 (CD 87127)
 

Als Ausgangspunkt der Musik des Duos Dråm dient das Zusammenspiel von Nyckelharpa mit der Harfe. Schwedische und mittelalterliche Sackpfeifen sorgen für die Bordunklänge - oder eben: "Dråm". Bei Wikipedia findet sich ergänzend folgende Erläuterung: "Die musikalische Praxis des Borduns ist weltweit verbreitet, sie findet sich beispielsweise in der indischen klassischen Musik wie in vielen europäischen Musiktraditionen. - Während der Bordun in den meisten asiatischen Musikkulturen wie z. B. in der indischen eher ein Liegeton ist, zu dem die Melodie ein Distanzempfinden ohne funktional-harmonische Bedeutung erzeugt, hat sich der Bordun in der europäischen Musik eher zu einem harmonischen Mittel entwickelt. Hierbei entsteht ein Wechselspiel zwischen konsonanten und dissonanten Klängen, wodurch eine besonders ausgeprägte musikalische Farbigkeit entsteht."

Der ständig gleiche, feste Grundton, der früher für gewöhnlich unter der Melodie von Dudelsäcken, Drehleiern und Nyckelharpas brummte, war eine ganze Zeit lang unmodern und fristete ein kümmerliches Dasein. In letzter Zeit ist der Bordun jedoch wieder zurück gekommen. Er ist die Grundlage dieser CD und begleitet wieder die Musik, die Instrumente und die Musiker selbst mit seiner Ursprünglichkeit und seiner unendlichen Kraft.

Die erste CD der beiden Riksspelmänner Anna Rynefors und Erik Ask-Upmark ist nicht erste CD mit traditioneller schwedischer Instrumentalmusik, aber die erste in der Interpretation des Duos Dråm. Und es lohnt sich das anzuhören.

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