Lars Bygdén


"LB" - 2013 (CD 87254)

 

In Deutschland ist er ein Newcomer; einigen hierzulande vielleicht bekannt durch sein Duett mit der norwegischen Sängerin Ane Brun; er schrieb und sang mit ihr den Song "This Road" auf deren Album "Duets". In seinem Heimatland Schweden hat er bereits eine beachtliche musikalische Biografie. Mit der Band "The Thousand Dollar Playboys" veröffentlichte er 1999 - finanziell unterstützt von Peter Svensson (The Cardigans) - sein erstes Album; die Band wurde als diejenige gefeiert, die den Schweden erstmals "Alt-Country" nahebrachte. Zwei Album-Veröffentlichungen später im Jahr 2003 löste die Band sich auf und Bygdén startete eine Solokarriere. Sein erstes Album "Trading Happiness for Songs" erschien 2005 und gewann auf Anhieb den schwedischen "Manifest Award" als bester Singer/Songwriter.

Mit seinem dritten Soloalbum "LB" - dem ersten hierzulande veröffentlichten - legt Lars Bygdén sein bislang stärkstes Werk vor - mit opulenten Arrangements, wunderbar warm klingenden Sounds und entwaffnend ehrlichen Texten. Produziert wurde das neue Album "LB" von Tobias Fröberg (u. a. Ane Brun, Rebekka Karijord), der sonst eher mit Indie-Pop und Folk in Verbindung gebracht wird. Eine ganz bewusste Entscheidung, wie Bygdén ausführt: "Since I started up in the Playboys I've been labelled alt-country. But if you listen to my music you might hear that I've listened as much to Nick Cave and David Bowie as I have to alt-country".

Der Album-Opener "The Hole", bei dem Christian Kjellvander die Backing Vocals singt, zeigt eine Facette des Albums: intensiv, einsam, verträumt und etwas verloren oder "lonesome" wie ein Song von Townes Van Zandt, aber mit einer noch dunkleren Prise Skandinavien versehen als es Texas jemals sein könnte. Eine weitere Facette präsentieren die beiden Duette mit der Nashville-Legende Sharon Vaughan, die als Songschreiberin für Willie Nelsons Nummer-Eins-Hit "My Heroes Have Always Been Cowboys" bekannt wurde. Darunter ist das düster-majestätische Stück "Nothing To Say", das Sharons und Lars' Stimmen auf direktem Weg in die Grand Ole Opry trägt. Die Auswahl von Syd Barretts Song "Dark Globe" als Coverversion auf dem Album dagegen verweist auf Bygdéns Teenagerzeit mit seinem Hang zu Psychedelia. "A band we mentioned a lot through the recording process was Pink Floyd," sagt Bygdén, "and we thought about their sound quite a lot. They were inspirational sound wise."

Eine große Bandbreite an musikalischen Einflüssen also, die Lars Bygdén in die Arbeit an seinem neuen Album einfließen ließ - aber der wichtigste Faktor für ihn ist und bleibt: "I always write from the heart. I think it's the only way I can do it."



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