Oysterband
"This House Will Stand - The Best of Oysterband 1998 - 2015" - 2016 (CD 87318)
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JUNE TABOR & OYSTERBAND "Ragged Kingdom" - 2011 (CD 87215)
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"The Oxford Girl and Other Stories" - 2010 (CD 87190)
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"Meet you there" - 2007 (CD 87141)
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"The 25th Anniversary Concert" - 2005 (DVD 87111)
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Oysterband with Eliza Carthy, The Handsome Family, Ben Ivitsky, Jim Moray, James O'Grady, Show of Hands and June Tabor

"The Big Session - Volume 1" - 2004 (CD 87105)
     
 

"THIS HOUSE WILL STAND: The Best of Oysterband 1998 - 2015" ist eine Doppel-CD mit 29 Titeln. CD 1 präsentiert Songs, die die Band aus ihren letzten sechs Studioalben ausgewählt hat; auf CD 2 sind 14 bislang unveröffentlichte Titel versammelt: Live-Mitschnitte, Demos und Alternativ-Versionen anderer Oysterband-Songs.

Die Oysterband ist wohl eine der konstant kreativsten Folk/Rock Bands Großbritanniens der letzten 38 Jahre. Seit den Anfängen in den Jahren 1977/78 als Oyster Ceilidh Band und den darauffolgenden Erfolgen und der permanenten Weiterentwicklung über die Jahrzehnte (manchmal eher Rock-orientiert, manchmal eher im Folk-Gewand) sind der Band die musikalischen Visionen nicht ausgegangen. 23 Alben haben sie bislang veröffentlicht, darunter etliche mit Preisen bedachte (zuletzt 2011 "Ragged Kingdom" in Kooperation mit June Tabor). Kompilations und EPs sind hier nicht mitgezählt. Daneben sind John Jones, Alan Prosser und der ehemalige Bassist Ray Cooper (Chopper) auf Solopfaden unterwegs, die drei Gründungsmitglieder Jones, Prosser und Telfer als Oysters3 ab und an auf 'Story telling tour' und mit dem Big Session Festival hat die Band ihr eigenes dreitägiges Festival in England etabliert.

Die Titel der vorliegenden CD stammen aus einer der kreativsten und erfolgreichsten Phase der Band. Neben den Sahnestücken bieten die Demos und Alternativversionen auch einen Einblick hinter die musikalischen Kulissen dieser nach wie vor quicklebendigen Band und mit "I Built This House" ist auch ein brandneuer Titel vertreten..

"Ragged Kingdom":
Seit mehr als 20 Jahren gehört das Album "Freedom And Rain" von June Tabor und der Oysterband zum Besten, was musikalische Kooperationen unterschiedlicher Künstler bisher hervorgebracht hat.

Dass die Chemie immer noch stimmt, zeigt das neue Album von einer der besten Folklore-Stimme Englands und Durch die Kooperation des gewaltigen und einzigartigen Talents der großartigen englischen Folk-Sängerin June Tabor mit den rauhen und lauten Rebellen der Oysterband, entstand schon 1990 bei Erscheinen des Albums "Freedom And Rain", der ersten Zusammenarbeit dieser Vollblutmusiker, etwas Neues und Ausbaufähiges. Zwanzig Jahre später, als man sich für die Party zum 30. Geburtstag des renommierten Magazin fRoots wieder zusammen tat, sprang der Funken sofort wieder über.

"Ragged Kingdom" war dann nur noch eine Frage der Zeit - ein brillantes, reichlich verspätetes Folge-Album zu einem der beliebtesten Alben Englands. Ein Album, das Traditionelles mit Modernem in verblüffender Form verbindet. Da folgt auf das gute alte "Bonny Bunch Of Roses" eine eigene Interpretation von PJ Harveys "That Was My Veil", es gibt eine Akustik-Version von Joy Divisions "Love Will Tear Us Apart" zu hören, gefolgt vom schottischen Traditional "(When I Was No But) Sweet Sixteen".

Alle beteiligten Musiker haben sich in den vielen dazwischen liegen Jahren stilistisch weiterentwickelt. June wurde eine vielseitige Sängerin, die aus den verschiedensten Quellen ihre Inspiration ziehen kann, und die Oysterband erkundet immer wieder aufs Neue systematisch die eigenen akustischen Wurzeln. Zusammen geben sie dem Projekt dieses enorme künstlerische Gewicht mit dem richtigen Gespür dafür, die Gefühlswelt des Hörers zu berühren. Bisweilen werden die Pfade der Traditionals absichtlich verlassen, um den heutigen Zeitgeist einfliessen zu lassen.
Die besondere Stimme von June Tabor und die anpassungsfähige Musikalität der Oysters ergänzen sich zu einem ergreifenden, mitreissenden, nachdenklichen, stimmungsvollen Kunstwerk.

"The Oxford Girl and other Stories":
Mit komplett akustischem Sound überrascht die Oysterband, bekannt als renommierte Folkrock-Formation, auf ihrer neuen CD "The Oxford Girl and other Stories". Anlässlich des 30-jährigen Bestehens hat sie vierzehn ihrer Klassiker ohne E-Gitarren & Co. aufgenommen. - "Diese CD ist kein Best-Of", schreibt das Quintett im Booklet, "aber auch keine systematische Retrospektive, wenngleich Songs aus den meisten unserer sechzehn Studio-Alben enthalten sind. Gemeinsam ist den Liedern jedoch, dass wir das Gefühl hatten, jedes einzelne unter einem anderen Ansatz neu präsentieren zu können. Wir haben die Stücke zeitgemäß umarrangiert und in einigen Fällen quasi neu erfunden - so simpel und direkt wie es uns möglich war mit Lead- sowie Harmoniegesang plus einer akustischen Instrumentierung. Genau in dieser Form haben wir einst angefangen und deshalb fühlte es sich richtig an, bei unserem Dreißigjährigen genau daran zu erinnern. Solch ein Blick zurück in die Zukunft zeigt ferner, wo die Oysterband musikalisch steht!"

Dazu gehört heute wie damals, dass die drei Gründungsmitglieder John Jones (Gesang, Akkordeon), Ian Telfer (Geige, Konzertina) und Alan Prosser (Gitarre, Akkordeon, Banjo, Bass, Gesang) zusammen mit Ray "Chopper" Cooper (Bass, Cello, Mandoline, Bouzouki, Harmonium, Gesang) sowie Dil Davies (Percussion, Schlagzeug) in ihren Kompositionen stets politisch Stellung bezogen haben. "Diese Formation beweist", stellte HifiVision deshalb fest, "dass ernste Texte und beschwingter Sound kein Widerspruch sind."

"Meet You There": Früher waren sie die Bad Boys der Folk-Rock-Szene, aber in den vergangenen Jahren hat sich die Oysterband zu Mentoren des BritFolk entwickelt. Sie gingen u. a. mit neuen, jungen Talenten auf Tourneen oder luden sie zu ihrem Festival "The Big Session" ein. Viele der damaligen Youngster sind heute Stars der Folkszene. Das Big Session-Festival geht 2010 ins sechste Jahr und wird wie in den Jahren zuvor ausverkauft sein (immer im Juni, Leicester, England). Daneben gab es für die Oysters Preise und Nominierungen - z. B. BBC Folk Awards 2005 (Best Group) und BBC Radio 2 "Good Tradition" in 2003.

Die Rolle als Mastermind, die die Band teilweise spielte und spielt, inspirierte und beförderte auch die ohnehin vorzüglichen musikalischen Qualitäten der Bandmitglieder. Die Kehrseite der Medaille war, dass die Oysterband sich als Band, als homogene Formation, etwas aus den Augen verlor und sich als zusammengehörendes Ganzes erst wieder entdecken musste. "Wir mussten uns des grundlegenden Kicks wieder bewusst werden, der die Band fast 30 Jahre lang angetrieben hat - gemeinsam neue Songs für uns selbst zu schreiben", erzählt Ian Telfer. "Wir bauten also unsere Anlage in einer kleinen Halle in einem Dorf nahe der walisischen Grenze auf und machten nichts anderes, als gemeinsam neue Songs zu entwickeln. Dieses Miteinander öffnet uns Türen, die Lieder wachsen und fangen an zu atmen und zu leben."

Kreativität im Kollektiv - das macht einen Großteil der Bandphilosophie aus. Als die Strukturen der neuen Songs Gestalt angenommen hatten, nahmen die Oysters die besten Ideen und Takes ins "The Premises" (Europas erstem komplett mit Solarstrom betriebenem Studio) nach Hackney mit. Da wurde dann weiter am Gesang und der Instrumentierung gefeilt; finale i-Tüpfelchen wurden dann noch im Studio in Brighton und Choppers Studio in Schweden eingebracht.

"Ich denke, die lange Vorbereitung und das penible Arbeiten hat dem Album enorm gut getan", sagt Telfer. "Der Gesang - und zwar eines jeden von uns - ist auf Meet You There so gut wie noch nie. Der unbändige Drang, der uns immer on the road trieb mit den The Pogues und anderen, hat sich zu etwas Wertvollem, zu einer kraftvollen Erfahrung kanalisiert", die auf dem neuen Album deutlich zu spüren ist. "Als wir mit allem fertig waren, das Ergebnis noch mal abhörten, hatten wir alle den gleichen Gedanken: Ja!!! Stark und echt! Es war im wahrsten Sinne des Wortes erfrischend - und tat auch unserem Selbstbewusstsein gut."

"Meet You There" bietet zweifellos eine neue Sichtweise auf Folk. Man nehme auf der einen Seite das mbira-Intro von Chopper zum Opener "Over The Water" und als Kontrast dazu die bestechende Rockabilly-Gitarre von "Someone Somewhere". Als Beispiele für den fantastischen Gesang mögen "Over The Water", "Where The World Divides", "The Boy's Still Running" und das verträumte, hymnische "Dancing As Fast As I Can" herhalten. Und mit "Here Comes The Flood" ist ein politisches Statement gegen die Globalisierung (begleitet von einer fröhlichen Jugband) zu hören.

"Meet You There ist das konsequenteste Ding, das wir als erwachsene Band je gemacht haben", sagt Ian Telfer weiter. "Es hat das, was ich als die Oyster-Markenzeichen bezeichnen würde: ein gutes Ohr für exzellente Gesangsstücke, gradlinige Texte, ironische Politik-Statements und eine Art von tief verwurzelter Musikalität, die trotz aller Virtuosität ganz leicht rüberkommt. Ich würde sagen, es ist hauptsächlich akustisch und hauptsächlich auf dem Folk aufgebaut".

"The 25th Anniversary Concert" - aufgenommen im Dezember 2003 im Londoner "The Forum"; mit dabei: June Tabor und Chumbawamba (Acoustic). 18 tracks plus Bonusmaterial.

The Big Session: Nach Tausenden von Konzertauftritten und unzähligen Privat-Sessions nur für sich selbst und für Freunde (im Pub, in der Küche, hinter der Bühne ...) kam diese einfache, aber ziemlich subversive Idee auf: lasst uns diese informelle Alle-tragen-was-bei-Stimmung einer Session irgendwie festhalten und auf die große Bühne übertragen - mal sehen, was passiert.

Für die Oysterband war es nichts Ungewöhnliches, mit 'special guests' in der traditionellen Art und Weise auf der Bühne aufzutreten. Dieses Mal aber sollte es anders sein. Jeder sollte sich überlegen, was er oder sie singen oder spielen möchte, und die anderen machen dann, ohne lange zu proben, einfach mit (Zum Teufel mit dem all dem Feintuning an und bei den Produktionen!!). Das war der Plan für The Big Session - eine neue Form des gemeinsamen Auftretens? So jedenfalls die Hoffnung.

Die Versuche stimmten von Mal zu Mal zuversichtlicher und mündeten in The Big Session-Tourneen. Das waren keine Oysterband-Konzerte mit Gästen – hier trug jeder Mitwirkende maßgeblich zum Ablauf des gesamten Abends bei, unter dem Mantel des Namens der Einladenden, der Oysterband. In all den Jahren wuchs die Gewissheit der Beteiligten, das dies Konzept auch tragfähig genug für eine CD-Produktion ist. Anfang 2004 wurde für drei Tage und Nächte ein kleiner Veranstaltungsort in London, die Bush Hall, angemietet, etwas Werbung organisiert, ein mobiles Studio vor der Tür geparkt und im Mai 2004 vor relativ kleinem Publikum das erste Big Session-Album aufgenommen.

Zur Elite der jüngeren britischen Folk/Roots-Künstler der letzten Big Session-Tour (Eliza Carthy, Ben Ivitsky, Jim Moray, James O'Grady) gesellten sich noch einige langjährige Freunde, Steve Knightley und Phil Beer (beide: Show of Hands) und June Tabor. Und als unvorhersehbarer künstlerischer Faktor in dem Mix wurden die fast schon exzentrisch zu nennenden American Gothic-Künstler Brett und Rennie Sparks (The Handsome Family) rekrutiert. Die Handsome Family werden normalerweise als Stars des ‘alternativen Country’ bezeichnet - was sie jedoch mit allen anderen an diesem Projekt Beteiligten gemeinsam haben, sind ihre Wurzeln in der fruchtbaren Erde traditioneller Musik und deren Geschichte. Und The Big Session zeigt, wie wundersam und vielfältig die Blumen sein können, die daraus hervorgehen.

Die Aufnahmetage und –abende gestalteten sich komplex: den ganzen Tag über entstanden Arrangements, die sich bei den Shows am Abend dann wieder veränderten; Stimmen und Instrumente kamen und gingen; Kolleginnen und Kollegen, die sich gegenseitig schätzten, aber möglicherweise noch nie getroffen hatten, fanden zueinander, um gemeinsam Musik zu machen. Es war beängstigend, aber aufregend. Ein Song entzündete die Idee für den nächsten, woraus faszinierende Kontraste entstanden (oder Frontalzusammenstöße) - zwei Songs über die wilde Natur, zwei über die Apokalypse, zwei vollkommen verschiedene Ansichten über das Landleben, eine ganze Horde glücklich und unglücklich Verliebter ...

Das Ergebnis unterm Strich: eine Aufnahme von seltener Präsenz und leidenschaftlichem Gesang voller Herzblut. Einiges davon ist düster, einiges sprüht vor Freude. Es ist ganz und gar nicht das, was man normalerweise mit all den technischen Hilfsmitteln anstellt, die ein modernes Studio zu bieten hat. Aber trotz alledem oder gerade deswegen ist es atemberaubend. Vielleicht ist es ja genau das, was passiert, wenn talentierte Musiker sich freiwillig dazu zwingen lassen, einfach zu sein.

Hier gehts zum Video von "Everywhere I Go" aus der DVD

Solo John Jones "Rising Road" &"Never Stop Moving"

Solo Ray Cooper (a.k.a. Chopper) " Tales Of Love War and Death By Hanging" $ "Palace of Tears"